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Mai 05

“Ahnungsgrauend, todesmutig bricht der große Morgen an…”

Freiheit

 “Ahnungsgrauend, todesmutig
bricht der große Morgen an…”

Ahnungsgrauend, todesmutig
bricht der große Morgen an
und die Sonne, kalt und blutig
leuchtet unsrer blutgen Bahn
In der nächsten Stunden Schoße
liegt das Schicksal einer Welt
und es zittern schon die Lose
und der ehrne Würfel fällt
Brüder, euch mahne die dämmernde Stunde
mahne euch ernst zu dem heiligsten Bunde
treu so zum Tod, wie zum Leben gesellt

Hinter uns, im Graun der Nächte
liegt die Schande, liegt die Schmach
liegt der Frevel fremder Knechte
der die deutsche Eiche brach
Unsre Sprache ward geschändet
unsre Tempel stürzten ein
unsre Ehre ist verpfändet
deutsche Brüder, löst sie ein
Brüder, die Rache flammt. Reicht euch die Hände
daß sich der Fluch der Himmlischen wende
Löst das verlorne Palladium ein

Vor uns liegt ein glücklich Hoffen
liegt der Zukunft goldne Zeit
steht ein ganzer Himmel offen
blüht der Freiheit Seligkeit.
Deutsche Kunst und deutsche Lieder
Frauenhuld und Liebesglück
alles Große kommt uns wieder
alles Schöne kehrt zurück
Aber noch gilt es ein gräßliches Wagen
Leben und Blut in die Schanze zu schlagen
nur in dem Opfertod reift uns das Glück

Nun, mit Gott, wir wollen  wagen
fest vereint dem Schicksal stehn
unser Herz zum Altar tragen
und dem Tod entgegen gehn.
Vaterland, dir wolln wir sterben
wie dein großes Wort gebeut
Unsre Lieben mögen´s erben
was wir mit dem Blut befreit
Wachse, du Freiheit der deutschen Eichen
wachse empor über unsere Leichen!
Vaterland, höre den heiligen Eid

Und nun wendet eure Blicke
noch einmal der Liebe nach
scheidet von dem Bütenglücke
das der giftge Süden brach
Wird euch auch das Auge trüber
keine Träne bringt euch Spott
werft den letzten Kuß hinüber
dann befehlt sie eurem Gott
Alle die Lippen, die für uns beten
alle die Herzen, die wir zertreten
tröste und schütze sie, ewiger Gott

Und nun frisch zur Schlacht gewendet
Aug und Herz zum Licht hinauf
Alles Irdsche ist vollendet
und das Himmlische geht auf
Faßt euch an, ihr deutschen Brüder
jeder Nerve sei ein Held
Treue Herzen sehn sich wieder
Lebewohl für diese Welt
Hört ihr´s, schon jauchzt es uns donnernd entgegen
Brüder, hinein in den blitzenden Regen
Wiedersehn in der besseren Welt

Theodor Körner (1813)
Musik:  J. H. E. Bornhardt (1815)

5 Kommentare

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  1. Manzony

    Es ist immer wieder erfrischend, diese Texte zu lesen. Nur sind immer weniger Deutsche in der Lage zu lesen. Die „Kids“ sitzen an den Spielekonsolen, von denen kennt niemand einen Theodor Körner, Ludwig Jahn,Scharnhorst, Gneisenau, vom Stein und Ernst Jünger mehr! Das wird von der Politmafia auch nicht gewollt. Stellt euch nur vor, sie würden auf einem Mal Patriotische Gefühle entwickeln? Nicht auszudenken, was dann in der Republik los wäre. Kein Interesse an DSDS, HNTM und ähnlicher Schei..e mehr! Die Jugend würde sich wirklich für die echte Geschichte ihrer Heimat interessieren, daß ginge nicht gut. Wir sind für die Politverbrecher eine überschaubare Größe, mit der werden die noch fertig. Aber die „Jugend“? Da müssten Paralelen zur Jugend des 3.Reiches sofort herhalten!
    Habe mir vor geraumer Zeit -Ernst Jünger-„In Stahlgewittern“ angeeignet. Das war eine Jugend, welche noch für die Heimat und das eigene Volk eingetreten ist! Wenn auch das Ergebnis nicht so toll war.
    Die Liste von patriotischen Schriftstellern wäre noch unendlich länger, aber müssig darauf hinzuweisen. Es interessiert in der heutigen Wirklichkeit keinen Normalbürger mehr. Sie sitzen alle vor der Glotze und glauben dem Öffentlich Rechtlichen Lügen . Die Zeiten haben sich eben geändert. Damals waren diese Texte wichtig, es war die Zeit der Befreiungskriege. Heute ist die Systempresse in welchen Händen? Aha! Alles klar.
    Trotzdem! Semper GD.

    1. Ex oriente lux

      Es war die Zeit der Befreiungskriege. Es wurde immer dringender die Germanen in eine gemeinsamen, wehrhaften und handlungsfähigen Staat zu einen, den es ja heute bekanntermaßen nicht mehr in der angedachten Form gibt. Heutzutage wird global gelebt und solange man seine Kinder verschulden kann leidet keiner Not, daher auch kein Patriot mehr auf den Plan treten wird.
      Der Anlass zu dem Theodor Körner das schrieb war ein deutsch russisches Gemeinschaftsprojekt, das Gefecht bei Dannenberg. Eine französische Armee war bei Hamburg stationiert um eine Invasion der Engländer von Norden zu verhindern. Eine Division von dieser sollte Napoleon, welcher sich in Sachsen auf den Rückzug befand, zu Hilfe kommen. Elbaufwärts bei Dannenberg kam es zum Kampf mit dieser Division wobei die freiwilligen deutschen Verbände und Russen verlustreich siegten. Bei diesen Gefecht kam auch Eleonore Prohaska ums Leben und Lützow wurde schwer verwundet. Diese bedeutenden Namen findet man leider nicht mehr im heutigen Geschichtsunterricht.

      1. Manzony

        Sehr gute Ergänzung zu meinem Artikel. Es ist immer wieder eine gute Erfahrung, daß sich hier auf Paukenschlag, Patrioten mit umfassendem Geschichtswissen herumtreiben. Weiter so!
        Semper GD!

  2. U.Schmidt

    Genau dieser von Manzony beschriebene Zustand ist gewollt von den „68-ern“und deren „Deutschland-verrecke-Aktivisten“ – leider ist die geistige Umerziehung soweit fortgeschritten, daß man das als normal empfindet. Wer dagegen opponiert ist ein Nazi – sei`s drum, da bin ich
    eben ein Nazi!

    1. Manzony

      Ja, was denkst du denn? Für die Linkschaoten, Rotgelbgrünschwarzen und Antifanten ,sind wir Patrioten eh alle Nazis!Dann bin ich eben gerne ein Nazi! Wenngleich dieser Vergleich mehr als hinkt. Denn es gibt so seltsame Vergleiche im Net wie= Nazi-Nationalzionist und NASO= Nationalsozialist!
      Aber was soll der Quatsch? Bleiben wir so wie wir sind. Aufrecht und Sturmerprobt!
      Tipp von mir, vergleich mal das 25 Punkte Programm der NSDAP und dem der CDU!Wirst aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

      Semper GD.

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