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Jan 17

Rudolf Berthold

BertholdIm Mai 1916 stürzt der Fliegeroberleutnant Rudolf Berthold bei einem Übungsflug ab. Oberschenkel, Becken, Kopf und Kiefer sind zerschlagen, Blindheit droht; es ist wenig Hoffnung für ihn. Aber mit ungeheurer Energie ringt sich der Flieger zum Leben zurück. Nach wenigen Wochen schon lässt er sich, ohne die Ausheilung abzuwarten, das Bein noch im Gipsverband, wieder in sein Flugzeug hineinheben – er will, er muss weiterkämpfen.

Am 9. Oktober 1916 erhält er den Pour le Mérite, bald wird er in Flandern Kommandant des neuen 2. Luftgeschwaders. Ein Jahr später, am 10. Oktober 1917, zertrümmert ihm ein Querschläger den rechten Oberarm. Trotz der rasenden Schmerzen steuert Rudolf Berthold unter Aufbietung letzter Kraft das Flugzeug glücklich zurück – nach der Landung bleibt er ohnmächtig im Flugzeug sitzen. Der Arm konnte erhalten werden – aber gelähmt.

Berthold, nun zum Hauptmann befördert, lässt sich nicht entmutigen. Er lernt mit der linken Hand schreiben, denn er glaubt, dass, wenn er wieder schreiben kann – dann kann er auch fliegen. Am 1. März 1918 ist Hauptmann Berthold wieder an der Front. Sein unbrauchbarer Arm eitert noch und der Körper ist geschwächt. Aber mit beispielloser Willenskraft reißt er sich zusammen – er will wieder fliegen und mitkämpfen.

Am fünften Tag seiner Rückkehr an die Front wird sein guter Freund Buddecke bei einem Luftkampf abgeschossen – Rudolf Berthold steigt nun wieder in sein Flugzeug und führt das Geschwader. Immer wieder wirft er sich todesmutig in das dichte Gewimmel der Feindflieger – und niemand, der seine Luftkämpfe verfolgt, ahnt, dass er nur mit einem Arm das Flugzeug führt. Im Luftkampf bedient er das Maschinengewehr damit – und hält den Steuerknüppel des Flugzeuges mit den Zähnen.

Rudolf Berthold taucht nun immer öfter im Heeresbericht auf – an einem Tag schießt er drei Feindflieger herunter, an drei anderen Tagen jeweils zwei Flugzeuge ab. Sein Wille ist übermenschlich – die Nachricht des Todes von Manfred von Richthofen und anderer Fliegerkameraden spornt ihn weiter an. "Ich muss den Jungen zeigen, dass über allem die Pflicht steht" schreibt er in einem Brief.

Am 10. August 1918 schießt er seinen 43. und 44. Gegner ab – aber auch das eigene Flugzeug hat schwere Treffer. In zweitausend Meter Höhe hat er plötzlich – den losen Steuerknüppel in der Hand! Das Flugzeug rauscht in die Tiefe – verzweifelt versucht Berthold, sich mit dem Fallschirm zu lösen, doch die Kräfte erlahmen und das Flugzeug stürzt krachend auf ein Haus hinab. Der Motor löst sich und durchschlägt Dach und Decke bis zur Erde – Hauptmann Berthold aber überlebt schwer verletzt; nicht weit von ihm liegen tot die beiden Besiegten.

Im Lazarett erlebt Hauptmann Berthold die Novemberrevolte. Nach seiner Entlassung gründet er die "Eiserne Schar Berthold" und bekämpft die roten Aufstände in München und im Baltenland mit. Die Regierung beordert die Freikorps aber zurück – im roten Harburg wird Hauptmann Berthold mit seinen Männern von Spartakisten aufgehalten.

Es kommt zu einer Schiesserei mit den in der Schule verschanzten Freikorpslern. Da der “Eisernen Schar” aber schließlich Verpflegung und Munition ausgehen, sieht sich Hauptmann Berthold zur Kapitulation gezwungen.

GrabsteinBerthold wird in das nahe liegenden Lokal “Zur Rennbahn” gebracht, als weitere Schüsse aus dem Hinterhalt fallen – offenbar abgegeben von noch nicht entwaffneten Mitgliedern des Freikorps. Eine wütende Menge folgt daraufhin Hauptmann Berthold, zerrt ihn wieder aus dem Lokal hinaus und prügelt und tritt diesen. Als er schließlich eine kleinkalibrige Pistole zieht und sich verteidigen will, wird ihm diese entrissen und gegen ihn gerichtet. Hauptmann Berthold stirbt durch die Kugeln seines eigenen Magazins. In seinem Körper werden später ebenfalls 2 weitere Kugeln aus einem Gewehr gefunden.

Am 24. März 1920, seinem 29. Geburtstag, wird Rudolf Berthold auf dem Invalidenfriedhof in Berlin von zwei Kompanien "seiner Jungens" zu Grabe getragen – am Stahlhelm tragen sie den Totenkopf, auf seinem Sarg liegt die Bataillonsfahne.

Auf seinem Grabstein stand geschrieben:
„Geehrt von seinen Feinden – erschlagen von seinen deutschen Brüdern.“ – in der Stadt rast der rote Pöbel.

Quellen: SPREELICHTER + MORDORT

1 Kommentar

  1. Manzony

    So war der Rote Mob früher und so ist er auch heute noch. Bloß haben die noch nicht ganz die Macht der Straße erobert, dagegen steht die Angst der herrschenden Klasse, sonst auch vom roten Pöbel überrollt zu werden. Vorsichtshalber lässt mann die Pozilei aufmarschieren, obwohl von der Seite mit keiner energischen Reaktion zu rechnen ist. Garantiert ist der Pozileipräzident auch ein Roter oder verkappter 68iger!
    Die Roten machen vor keiner Gewalt halt. Wenn losgelassen, dann richtig. Zu sehen auch am Rotfront Kämpferbund der 20iger und 30iger Jahre. Es wird heute so dargestellt, die sind nur zum Schutz gegen die SA gegründet worden, aber das stimmt so nicht. Ausschlaggebend war die Oktoberrevolution in Russland und dann die sogenannte Novemberrevolution im Reich. Straffe Strukturen werden immer benötigt, wenn Umstürze geplant werden, daß haben dann auch die Bolschewiken in Russland eingesehen, welche Tonangebend bei den Kommunisten im Deutschen Reich waren ( Kommunistische Internationale!).
    Erst nachdem die Veranstaltungen der NSDAP gestürmt wurden, sah man sich gezwungen eine eigene Schutztruppe zu schaffen. Rabauken waren beide Gruppierungen, keine machte vor Mord und Totschlag halt. Aber wer fing an? Wer warf den „ersten Stein“? Heute ist die Situation viel klarer, schaut nur auf den 1. Mai. Hamburg, Berlin, Magdeburg usw. Es sind immer die Roten Chaoten. Habt ihr schon einmal gesehen, daß sogenannte „Rechte Kräfte“ sich Straßenschlachten mit der Polzilei liefern?
    Mir tut der Polizeibeamte leid, denn der merkt nicht, daß seine Heimat „demokratisch“ zerstört wird und er hat auch noch ein gutes Gewissen wenn er die jetzige „Demokratie“ präsentiert.
    Semper GD

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