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Jan 15

Einige Worte zu Preußen…

PreussenadlerPreußen, das ist ein Erfolgsgeschichte, die Neider weckte.  Neider, die entgegen alle Grundsätze des Völkerrechtes letztlich den Preußischen Staat als aufgelöst erklärten und denen es auch heute noch gelingt Preußen international zu verunglimpfen. Dem stelle ich mich entgegen und möchte hier ein paar historische Fakten aufzeigen und meine Liebe zu Preußen zum KarteAusdruck bringen.

Seine Ursprünge hat Preußen im späteren Ostpreußen. Da viele heute nicht einmal wissen wo Ostpreußen, das Atlantis des Deutschen Ostens liegt kommt hier dazu noch eine Karte.

OSTPREUßEN, das ist die Jahrhunderte alte Geschichte eines gelungenen Zusammenwachsens unterschiedlicher Völkerschaften unter der Leitung des DEUTSCHEN ORDENS.

Gerufen von den Polen, die mit der prussischen Urbevölkerung eine kriegerische Auseiandersetzung angefangen hatten und dann selbst mit dem Rücken zur Wand standen, eroberte und kolonisierte der DEUTSCHE ORDEN das Prussenland. Dabei ging es leider nicht friedlich zu. Blut floß auf beiden Seiten. Aber nach und nach gelang es durch die Integration des prussischen Adels und unter der einigenden Wirkung des nun auch bei den Prussen aufkeimenden christlichen Glaubens die Unterschiede zwischen der prussischen und der zugezogenen Bevölkerung zu überwinden. Dies erachte ich als eine geschichtlich einmalige Leistung. Ist es hier doch gelungen, Prussen, Deutsche, Schotten, Franzosen, Salzburger, Littauer und Polen zu einer Einheit zu verschmelzen. Dies iFriedrich I.st ein Einigungswerk, das so leider z.B. in den USA nicht gelungen ist und dort fast zur Ausrottung der indianischen Urbevölkerung geführt hat.

In mühsamer Arbeit und mit unermeßlichem Fleiß wurden in der Folgezeit in Ostpreußen die Moore entwässert, Ackerflächen geschaffen und so der Grundstein gelegt für ein Agrarland, das einmal eine Kornkammer Deutschlands war.

Seit 1415 regierten die Hohenzollern in der 1157 gegründeten Mark Brandenburg. Die Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg beerbten 1618 die herzoglich-preußische Linie ihres Hauses, nachdem diese erloschen war.

Kurfürst Friedrich III. (1688–1713) hatte in seiner Amtszeit das zuvor vergleichsweise unbedeutende Brandenburg zum nach Österreich zweitmächtigsten Territorium im Reich gemacht. Damit war der Grundstein für das spätere Königreich gelegt.

Am 18. Januar 1701 krönte sich der Kurfürst eigenhändig in Königsberg zum König in Preußen.

Am 31. Mai 1740 bestieg sein Sohn Friedrich II. – später auch Friedrich der Große genannt – den Thron.

Preußischer Rechtsstaat

Friedrich der Große beauftragte im Jahre 1780 den Grafen von Carmer und denFriedrich II Justizbeamten Carl Gottlieb Svarez mit der Abfassung eines allgemein gültigen Gesetzes, das 1794 als „Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten (ALR)“ in Kraft trat. Die Grund- und Menschenrechte unseres Grundgesetzes finden sich bereits im ALR von 1794. Noch früher und zum ersten Mal in Europa wurden in Preußen die Hexenprozesse (1714) und die Folter (1740) abgeschafft. Den entscheidenden Anstoß lieferte der Hallesche Jurist und Aufklärer Christian Thomasius. Thomasius war der Erzieher einer berufstüchtigen und verantwortungsbewussten Juristengeneration, die als Hochschullehrer, Verwaltungsbeamte und Richter den Ruf Preußens als Rechtsstaat begründeten.

Den ersten internationalen Vertrag haben die USA 1785 mit Preußen abgeschlossen. Der Vertrag enthält Bestimmungen über internationales Recht, besonders über die Behandlung von Privateigentum bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Erwähnt auch die Rücksichtnahme auf das Leben von Soldaten. Es sind Bestimmungen, die Friedrich der Große in den Vertrag hat einführen wollen. Franklin, der amerikanische Gesandte, hat sich dem angeschlossen. Der Vertrag ist ins allgemeine Völkerrecht eingegangen und entspricht den völkerrechtlichen Bestimmungen noch heute.

Die wirtschaftliche und politische Einigung Deutschlands 1871 zum Deutschen Reich forderte von den 25 Bundesstaaten und Städten die Einheit von Gesetzen und Verordnungen, von Währung, Gewichten und Maßen. 1877 wurde das Reichsgericht in Leipzig erbaut. Seit langem wieder ein gemeinsames deutsches Gericht. Gekrönt wurde diese Rechtseinheit mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), das im Jahre 1900 in Kraft trat. Es förderte die Rechtseinheit und die Rechtssicherheit, die für den wirtschaftlichen Aufbau unumgänglich war. Auch viele europäische und außereuropäische Länder haben das deutsche BGB als führendes Gesetz übernommen. Dazu gehören Japan, Brasilien, Türkei u.a.

Preußen als Bildungsnation

Am 28. September 1717 verfügte König Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, die allgemeine Schul- und Unterrichtspflicht. Damit war Preußen einer der ersten europäischen Staaten mit dem Anspruch allgemeiner Volksbildung, weit vor Frankreich (1880) und England (1884). „Die guten Köpfe studieren, die übrigen lernen rechnen und schreiben und werden auf das Handwerk geschult.“ Nach dieser Maxime förderte der Soldatenkönig, der treffender Schulkönig genannt werden müsste, auch die berühmten Franckeschen Stiftungen.

Der pietistische Pfarrer August Hermann Francke gründete 1698 in Glaucha bei Halle ein Waisenhaus: das Fundament seiner Stiftungen – ein lebendiger Organismus aus Schulen, aus Bibliothek und Naturalienkabinett, Botanischem Garten, Druckerei, Verlagsbuchhandlung, aus Bibelanstalt, Krankenhaus und Apotheke, die Medikamente in die ganze Welt versandte. 3.000 Schüler (Knaben und Mädchen!) erfuhren in den Schulen Franckes ohne Standesgrenzen die beste Ausbildung und Erziehung ihrer Zeit. Franckes Schüler, auch die Mädchen, sollten auf das praktische Leben vorbereitet werden. Berufstauglichkeit war das Ziel.

Ein bahnbrechendes Lehrkonzept führte zu einer frühen Ingenieursausbildung für eine Generation, die befähigt war, für die industrielle Revolution. Preußen-Deutschland wurde führend in Chemie, in der Optik und Feinmechanik sowie in der Elektrotechnik.

Preußen als Industrienation

Die Industrialisierung Deutschlands setzte ein halbes Jahrhundert später als in Großbritannien ein. Durch den Zollverein 1834 und durch die Reichsgründung 1871 erreichte die deutsche Industrie endlich ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Im Maschinenbau hatte sie sich zu diesem Zeitpunkt vom britischen Know-how abgenabelt.

Als das englische Parlament 1887 den „Merchandise Marks Act“ verabschiedete, wonach alle eingeführten Güter eine Herkunftsbezeichnung tragen sollten, war das vor allem gegen den Wettbewerb deutscher Firmen gerichtet. Die Bezeichnung „made in Germany“ für Minderwertiges wandelte sich jedoch in wenigen Jahren zu einem Qualitätsbegriff.

Die hohe Qualität deutscher Produkte war auf den hohen Stand der deutschen Facharbeiter, Handwerker und Inge-nieure zurückzuführen. Die gegenseitige Wissensvermittlung zwischen Universitäten und Industrie in Deutschland wurde vorbildlich für die Welt und besonders für die USA.

Quelle: Brandenburg-Preußen-Museum

Nach dem raschen deutschen Sieg im Deutsch-Französischen Krieg und der darauf folgenden nationalen Begeisterung in ganz Deutschland sahen sich nun auch die süddeutschen Fürsten gedrängt, dem Norddeutschen Bund beizutreten. Daraufhin wurde das Deutsche Reich in der kleindeutschen Version gegründet, die schon als Einigungsmodell von der Nationalversammlung 1848/49 vorgesehen war. Im Spiegelsaal von Versailles wurde Wilhelm I. am 18. Januar 1871 – am 170. Jahrestag der Königskrönung Friedrichs I. – zum Deutschen Kaiser proklamiert.

„Nachdem die deutschen Fürsten und freien Städte den einmütigen Ruf an Uns gerichtet haben, mit Herstellung des Deutschen Reichs die seit mehr denn sechzig Jahren ruhende deutsche Kaiserwürde zu erneuern und zu übernehmen, und nachdem in der Verfassung des Deutschen Bundes die entsprechenden Bestimmungen vorgesehen sind, bekunden hiermit, daß Wir es als eine Pflicht gegen das gemeinsame Vaterland betrachtet haben, diesem Ruf der verbündeten deutschen Fürsten und Städte Folge zu leisten und die deutsche Kaiserwürde anzunehmen.
Demgemäß werden Wir und Unsere Nachfolger an der Krone Preußens fortan den kaiserlichen Titel in allen Unseren Beziehungen und Angelegenheiten des Deutschen Reiches führen, und hoffen zu Gott, daß es der deutschen Nation gegeben sein werde, unter dem Wahrzeichen ihrer alten Herrlichkeit das Vaterland einer segensreichen Zukunft entgegenzuführen. Wir übernehmen die kaiserliche Würde in dem Bewußtsein der Pflicht, in deutscher Treue die Rechte des Reiches und seiner Glieder zu schützen, den Frieden zu wahren, die Unabhängigkeit Deutschlands, gestützt auf die geeinte Kraft seines Volkes, zu verteidigen. Wir nehmen sie an in der Hoffnung, daß dem deutschen Volke vergönnt sein wird, den Lohn seiner heißen und opfermutigen Kämpfe in dauerndem Frieden und innerhalb der Grenzen zu genießen, welche dem Vaterlande die seit Jahrhunderten entbehrte Sicherung gegen erneute Angriffe Frankreichs gewähren.
Uns aber und Unseren Nachfolgern an der Kaiserkrone wolle Gott verleihen, allezeit Mehrer des Deutschen Reiches zu sein, nicht an siegreichen Eroberungen, sondern an den Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiete nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung.“

Kaiser-KarteAuf Wilhelm I. folgte im März 1888 der bereits schwer kranke Friedrich III., der nach einer Regierungszeit von nur  99 Tagen verstarb. Im Juni des „Drei-Kaiser-Jahres“ bestieg Wilhelm II. den Thron. Er entließ 1890 Bismarck und bestimmte die Politik des Landes von da an weitgehend selbst. Bis zur Abdankung Kaiser Wilhelms II. im Zuge der Novemberrevolution von 1918 blieben preußische und Reichspolitik aufs engste miteinander verbunden. Die preußische Königskrone befindet sich heute auf der Burg Hohenzollern bei Hechingen.

FreistaatInfolge der Niederlage im Ersten Weltkrieg und der deutschen Novemberrevolution dankte Wilhelm II. als Deutscher Kaiser und König von Preußen ab. Damit endete die Realunion Preußens mit dem Deutschen Reich, wie sie seit der Zeit Bismarcks bestanden hatte. Das Land wurde zum eigenständigen Freistaat innerhalb des Reichsverbands.

Nach Ende des 2. Weltkrieges lösten die Siegermächte den Staat Preußen völkerrechtswidrig auf:

Der Staat Preußen, der seit jeher Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland gewesen ist, hat in Wirklichkeit zu bestehen aufgehört. Geleitet von dem Interesse an der Aufrechterhaltung des Friedens und der Sicherheit der Völker und erfüllt von dem Wunsche, die weitere Wiederherstellung des politischen Lebens in Deutschland auf demokratischer Grundlage zu sichern, erlässt der Kontrollrat das folgende Gesetz: Artikel 1 Der Staat Preußen, seine Zentralregierung und alle nachgeordneten Behörden werden hiermit aufgelöst.“

– Alliierter Kontrollrat am 25. Februar 1947

Diese völkerrechtswidrige Siegerwillkür hat vor dem Recht und der Geschichte keinen Bestand. Die Image635254016846804754Passende Worte fand damals Generaloberst Eberhard von Mackensen:

„Mögt Ihr den preußischen Staat zerschlagen, Preußen wird hoch aus den Trümmern ragen; einer schon wollte uns Preußen stehlen, doch Preußen lebt zu tief in den Seelen; Preußen ist weder Volksstamm noch Rasse, Preußen ist Haltung und niemals Masse; Preußen ist Pflicht nach Immanuel Kant, Preußen ist Treue zu Volk und Land, dienen der Sache bis in den Tod. Und – Griff zu den Waffen erst in der Not!“

4 Kommentare

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  1. preusse1900

    Schon 1955 hob die Sowjetunion das Gesetz Nr.46 für das Gebiet der DDR auf http://www.verfassungen.de/de/de45-49/kr-gesetz46.htm

    Das Reich und seine 26 Bundesstaaten besteht de jure fort BVerfGE 2, 266 [277]; 3, 288 [319 f.]; 5, 85 [126]; 6, 309 [336, 363]), auch wenn es de facto unter Zwang (dazu gehört auch politisch motivierte mediale Desinformation) handlungsunfähig gehalten wird.

    Staatsrechtler Prof Karl Theodor Schachtschneider sagt (Mai 2012) “Niemand kann uns die mit uns geborene Verfassung von 1871 nehmen, das widerspricht dem Identitätsprinzip”
    “Die Alliierten haben Deutschland nicht aufgehoben, sondern sind davon ausgegangen, dass das Deutsche Reich fortbesteht in den GRENZEN von 1871″

    http://staatschuldenluege.wordpress.com/2013/12/10/neuer-kontakt-zu-gregor-gysi/

    Preußen lebt, es muß nur wieder handlungsfähig gemacht werden.

  2. Klaus Schmidt

    Der Kaiser hat weder abgedankt noch das Deutsche Reich aufgelöst und ihr regt euch auf das andere Preußen verunglimpfen??? Wie kommt ihr nur auf die Idee? Wenn er abgedankt hätte und das Reich aufgelöst hätte, hätte die Weimarer Republik rechtskräftig gegründet werden können und die 1919er Verfassung hätte eingesetzt werden können. Aber diesen Schritt hätte der Kaiser nicht rechtskräftig ausführen können, denn seit 1900 ist jeder Deutsche ein Volkssouverän und die Macht im Deutschen Reich, der Kaiser hingegen dem Indigenat gleichgestellt ist nur noch Prärogative Gewalt und verantwortlich für die Gewaltenteilung, denn entgegen Wikipedia hatten wir im Deutschen Reich KEINE parlamentarische Monarchie, das geht auch NICHT, weil das Deutsche Reich IST nur ein Verein, eine Ideologie die Hoheiten und Staatsgebiete gehören den Bundesstaaten. Also macht endlich eure Hausaufgaben und vergesst die Republik (Sklavenstaat) und die parlamentarische Demokratie (Parteidiktatur). Was meint ihr warum Zionisten aus Europa 1871 die USA unterwandern konnten und zu einer Company machen konnten? Weil die USA als Republik gegründet wurde. Frankreich hat die 5. Republik zerschlissen und ruft nach der 6., seit 1918 haben wir die Republiken (Weimarer Republik die zum Nazireich führte), Bonner Republik und die Bundesrepublik von Deutschland und was haben sie uns gebracht??? Nichts, wir werden ausgeraubt von unserem Volksvermögen befreit, versklavt und die Heimath sollen wir auch verlieren. Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln, wenn ich in Büchern lese, Deutsche seinen Dichter und Denker, Entwickler und Erfinder, Künstler und Intellektuelle, davon merke ich nichts. Sondern Deutsche Verunglimpfen ihre Heimath, ihre Ahnen und zerstören sich und ihre Heimath selbst.

    Wir sind nach wie vor das Deutsche Kaiserreich in den Grenzen von 1914 und im Rechtsstand von 1916, nur aus Mangel an institutionalisierten Organen handlungsunfähig. Solange ihr das nicht versteht und den Kaiser leugnet und mit einem Feindstaat des Deutschen Reich weitermacht, bleibt ihr in dem Gewahrsamstaat nach, „Genfer Abkommen über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten“ Artikel 142, und das hat mit einem Staat so wenig zu tun wie die Kuh mit dem Fliegen.
    http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19490188/201111020000/0.518.51.pdf

  3. Ostpreusse

    Ab 1864 hatte Deutschland eine private Zentralbank mit den üblichen Verdächtigen als Besitzer und Geldschaffenr aus dem Nichts.
    Wer über die Geldmenge bestimmt, bestimmt über die Reichsbildung. Alle anderen sind nur noch Statisten.
    Die Zentralbank wurde vor dem Krieg mit dem nordischen Bund gegründet, um den Krieg zu finanzieren, wie die FED gegründet wurde, um den ersten Weltkrieg zu finanzieren, wie die BIZ gegründet wurde, um den 2. Weltkrieg zu führen.

  4. Namenlos

    Preussen und seine Ideale sind tot, definitiv. Kein Orden und keine Konstellation kann es so wieder entstehen lassen. Vielleicht wird dieser Landstrich ein Zufluchtsort vor den Horden aus Süden und Südosten, wenn Europa kollabiert wie einst Jugoslawien.

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