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Jan 27

Eigentümerbund Ost zu Pegida

Nach dem BDV hat nun auch der Eigentümerbund Ost eine Stellungnahme zu PEGIDA abgegeben.

Im Bild der Präsident, Lars Seidensticker:

Eigentümerbund Ost (EBO) e.V., Alte Rhinstraße 16, 12681 Berlin

Telefon 030 – 66 40 84 13 / Fax 030 – 60 93 29 80

E-Mail: info@eigentum-ost.de

3 Kommentare

  1. manzony

    Deutschland ist größer als die Bundesrepublik!
    ehemaliger Wahlslogan der CDU/CSU in den Siebzigern
    Wie sich die Zeiten ändern!
    Semper GD

  2. U.Schmidt

    Und 1964 sagte Willy Brandt auf dem Schlesier-Treffen: „Verzicht ist Verrat“ – so ändern sich die Zeiten!

  3. Waffenstudent

    Bad Nenndorfer will kein Denkmal von Agnes Miegel

    Der Streit um das Bad Nenndorfer Denkmal von Agnes Miegel, der »Mutter Ostpreußens«, hat ein trauriges Ende gefunden

    Das amtliche Schreiben aus Bad Nenndorf habe sie sehr deprimiert, erzählt Dr. Marianne Kopp. Sie wolle als Vorsitzende der Agnes-Miegel-Gesellschaft doch die Schönheit des Werks der Dichterin bekannt machen und nicht zusehen müssen, wie ihr Andenken verleumdet werde. Der Brief von der Stadtverwaltung war in einem schroffen Beamtendeutsch gehalten. Man möge doch bitteschön das Denkmal bis zum 13. Februar 2015 aus dem Kurpark entfernen.
    Nachdem der Bürgerentscheid am 11. Januar dieses Jahres für den Erhalt der etwa einen Meter großen Bronze-Statue im Kurpark gescheitert war, hatten es die Verantwortlichen im niedersächsischen Bad Nenndorf anscheinend sehr eilig, das in Ungnade gefallene Objekt loszuwerden.
    Ihr Schreiben ist der vorläufige Schlusspunkt eines Vorgangs, der nicht nur die Anhänger von Agnes Miegel entsetzt. Profilierungssucht, Ignoranz und Scheinheiligkeit zerstören das Ansehen einer Dichterin, die es wie keine andere vermocht hat, ostpreußische Themen über den Bereich der Heimatliteratur hinaus in den Raum der großen deutschen Literatur zu stellen.
    Aber von Anfang an: Nach der Flucht aus Königsberg im Februar 1945 mit einem der letzten Flüchtlingsschiffe findet Agnes Miegel einige Jahre später in Bad Nenndorf ihre Altersheimat (siehe auch PAZ-Ausgabe 43 von 2014, Seite 10). Eineinhalb Jahrzehnte lang ist sie hier als Künstlerin tätig und schafft unter anderem Altersgedichte, die zu den schönsten der deutschen Literatur gehören. Kritikerpapst Marcel Reich-Ranicki wird sie unter anderem dafür Jahre später in seinen Kanon der deutschen Literatur aufnehmen.
    Aber auch zu Lebzeiten ist die „Mutter Ostpreußens“ eine hochverehrte Künstlerin. In ihrem Haus in Bad Nenndorf empfängt sie prominente Besucher und Verehrer, darunter im Juni 1961 auch Willy Brandt, damals Kanzlerkandidat der SPD und Regierender Bürgermeister von Berlin.
    Als Agnes Miegel am 26. Oktober 1964 im Alter von 85 Jahren stirbt, wird sie als Ehrenbürgerin der Gemeinde Bad Nenndorf auf dem dortigen Bergfriedhof bestattet. 1969 gründet sich dann die Agnes-Miegel-Gesellschaft. Von der Gemeinde kaufen ihre Mitglieder 1971 das Bad Nenndorfer Haus, in dem die Dichterin zur Miete gewohnt hatte. Sie setzen es instand und machen es wenige Jahre später der Öffentlichkeit als Gedenkstätte zugänglich. 1994, zum 30. Todestag von Agnes Miegel, wird dann die Bronze-Statue, gefertigt vom Essener Bildhauer Ernst Hackländer, im Kurpark eingeweiht. Der Unternehmer Willibald Völsing stiftete die Skulptur der Agnes-Miegel-Gesellschaft. Ausdrücklich auf Wunsch des damaligen Kurdirektors Hans-Joachim Schick wird sie nicht am Haus der Dichterin platziert. Stattdessen soll sie den Kurpark verschönern. „Was kann es Schöneres geben, als Agnes Miegel … für ihr dichterisches Wirken in Bad Nenndorf besondere Anerkennung entgegenzubringen“, erklärt noch im Jahre 2004 Hartmut Manthey, ebenfalls ein ehemaliger Kurdirektor des Ortes.
    2013 folgt dann die abrupte Kehrtwende: Ein Ratsbeschluss legt fest, dass die Skulptur entfernt werden muss. Agnes Miegel wird ihre Nähe zum Nationalsozialismus vorgeworfen. Unter anderem habe sie ein verherrlichendes Gedicht auf Adolf Hitler geschrieben. Nach 1945 habe sie sich niemals vom Nationalsozialismus distanziert.
    Kompletter Unfug, sagen Miegel-Experten. „Agnes Miegel war nie ein politisch denkender Mensch und durchschaute nicht, wie das NS-Regime sie für seine Ziele und Zwecke instrumentalisiert“, erklärt zum Beispiel Marianne Kopp. „So erlag sie, wie unzählige andere, dem Banne Hitlers und seiner Propaganda und trat der NSDAP bei – zumal Hitler sich in dem seit dem Versailler Vertrag vom übrigen Reich abgetrennten Ostpreußen als ein Retter darstellte.“
    Erst nach dem Ende der Hitler-Ära hörte Agnes Miegel von dem Unrecht, den Gewalttaten, den Konzentrationslagern und litt schwer darunter. Im Gegensatz zu anderen gab sie aber zu, an Hitler geglaubt zu haben. Mit Gott allein wollte die gläubige, tiefreligiöse Christin dies ausmachen. Ihr Entnazifizierungsurteil im Jahre 1949 lautete ausdrücklich „entlastet“. Wörtlich heißt es dort: „Sowohl Motive wie Handlungen haben niemals NS-Geist verraten.“
    Auch viele Bad Nenndorfer Bürger wollen nichts auf „ihre“ Agnes Miegel kommen lassen. Eine derartige Behandlung habe sie einfach nicht verdient, lautet ihre Meinung. So wird nach dem Ratsbeschluss von 2013 ein Bürgerentscheid für den 11. Januar 2015 angesetzt. Es gehört zur Tragik der Geschichte, dass er knapp scheitert. 77 Prozent der Wähler stimmten für den Verbleib des Denkmals, 23 Prozent dagegen. Allerdings hätten mindestens 25 Prozent der 9000 Stimmberechtigten an der Wahl teilnehmen müssen. Es sind knapp 21 Prozent.
    Eiligst verfassen die Bad Nenndorfer Verantwortlichen ihr „Rauswurf-Schreiben“. Marianne Kopp erklärt, dass die Skulptur nun einen Platz im Garten des Agnes-Miegel-Hauses finden soll. Wer sie dort besucht, wird dann sicherlich auch die Inschrift zu Füßen der Plastik lesen. Es ist eine Miegel-Zeile von 1950 und das genaue Gegenteil jedweden nationalsozialistischen Gedankengutes. „Nichts als den Hass zu hassen“ steht dort.

    Quelle: http://www.vertrieben-aktuell.org/2015/01/28/agnes-miegel-das-hat-sie-nicht-verdient/

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